NRW, Bayern und Baden-Württemberg führen: Über 143.000 neue Gewerbegründungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026!

NRW, Bayern und Baden-Württemberg führen: Über 143.000 neue Gewerbegründungen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026!

Wirtschaftlich relevante Gewerbegründungen im ersten Halbjahr 2026: NRW, Bayern und Baden-Württemberg führend

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland Gewerbebetriebe, die entweder im Handelsregister oder in der Handwerksrolle eingetragen sind oder mindestens einen abhängig Beschäftigten aufweisen, besonders häufig in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg neu angemeldet. Diese Gründungen haben eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung, da sie in der Regel neue Arbeitsplätze schaffen.

Entwicklung der Gewerbegründungen und Unternehmensschließungen

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 verzeichnete Deutschland eine Belebung bei den Unternehmensgründungen: Etwa 143.000 neue Gewerbebetriebe wurden angemeldet, während rund 127.000 Unternehmen ihre Tätigkeit einstellten. Die Daten basieren auf den Gewerbean- und -abmeldungen des Statistischen Bundesamtes und werden vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM Bonn) ausgewertet. Dabei werden nicht relevante Meldungen, wie etwa Rechtsformänderungen oder Nebenerwerbstätigkeiten, herausgerechnet, wodurch sich die Zahlen des IfM Bonn von den offiziellen Statistiken des Bundesamtes unterscheiden.

Regionale Unterschiede in der Gründungsaktivität

Der positive Trend bei den Existenzgründungen ist vor allem auf gewerbliche Neugründungen mit Handelsregister- oder Handwerksrolleneintrag beziehungsweise mindestens einem abhängig Beschäftigten zurückzuführen. Insgesamt wurden deutschlandweit rund 53.600 Betriebe mit Hauptniederlassung neu gegründet, während etwa 35.700 solcher Betriebe geschlossen wurden.

Die meisten dieser wirtschaftlich bedeutsamen Neugründungen entfielen auf Nordrhein-Westfalen (+230 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025), Bayern (+1.120) und Baden-Württemberg (+430). Demgegenüber lagen die geringsten Zahlen in Bremen, dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Branchen mit den meisten Unternehmensschließungen

In den meisten Wirtschaftszweigen übersteigen die Gründungen die Schließungen, wenn man Betriebs- und Kleingewerbegründungen sowie Übernahmen durch Erbfolge, Kauf oder Pacht zusammenfasst. Ausnahmen bilden die Bereiche Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei, verarbeitendes Gewerbe und Bergbau, Baugewerbe sowie Handel, in denen mehr Unternehmen geschlossen als neu gegründet wurden.

Dennoch bleibt die Zahl der Neugründungen in den Branchen Handel (25.600), Baugewerbe (16.100), Gastgewerbe (18.900) und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (17.000) auf einem hohen Niveau.

Weiterführende Informationen

Die ausführliche Statistik „Gewerbliche Existenzgründungen und Liquidationen“ kann auf der Webseite des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn unter www.ifm-bonn.org eingesehen werden.


Kontakt und Quellen

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