Beyond Roles – Transformation hin zur Skill-basierten Organisation
Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel, der Organisationen vor neue Herausforderungen stellt. Fortschritte in Technologien wie Künstlicher Intelligenz, veränderte Anforderungen an Kompetenzen sowie zunehmende Komplexität erfordern ein Umdenken in der Organisationsgestaltung. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) in Zusammenarbeit mit der EY Consulting GmbH verdeutlicht, dass traditionelle, rollenorientierte Organisationsmodelle zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Im Gegensatz dazu bietet das Konzept der Skill-basierten Organisation einen innovativen Ansatz, um vorhandene Fähigkeiten transparent zu machen und flexibel einzusetzen. Die Studie erläutert das Konzept und gibt konkrete Empfehlungen für eine strukturierte Transformation.
Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels in Organisationen
Die steigende Dynamik und Komplexität in der Arbeitswelt erhöhen den Anpassungsdruck auf Unternehmen. Technologische Innovationen wie Künstliche Intelligenz, der demografische Wandel sowie veränderte Erwartungen der Mitarbeitenden führen zu grundlegenden Veränderungen bei Aufgaben, Rollen und Qualifikationen. Gleichzeitig verschärfen Fachkräftemangel und der Wettbewerb um Talente die Situation. Klassische, rollenbasierte Modelle zeigen Schwächen, da sie häufig weder die tatsächlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden abbilden noch deren flexible Nutzung ermöglichen. Die Implementierung skill-basierter Ansätze wird daher zu einem zentralen Faktor, um Innovationskraft, Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Reifegradmodell als Leitfaden für die Transformation
Die Studie stellt ein Reifegradmodell vor, das Organisationen eine strukturierte Orientierung auf dem Weg zur Skill-basierten Organisation bietet. Dieses Modell differenziert verschiedene Entwicklungsstufen, erlaubt eine präzise Bewertung des aktuellen Standes und unterstützt die Ableitung gezielter Maßnahmen. Die Transformation basiert auf sechs wesentlichen Dimensionen:
- Strategie
- Taxonomie
- Governance
- HR-Portfolio
- Technologie
- Kultur
Durch die ganzheitliche Betrachtung dieser Bereiche zeigt das Modell auf, wie Unternehmen ihre Fähigkeiten schrittweise weiterentwickeln und eine zukunftsfähige, flexible Organisationsstruktur etablieren können.
Ganzheitlicher Ansatz für die Umsetzung der Transformation
Die Studie betont, dass der Übergang zu einer Skill-basierten Organisation ein langfristiger Prozess ist, der strategische, technologische und kulturelle Aspekte integriert. Kompetenzen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung als Steuerungsgröße für Organisationen und deren Wettbewerbsfähigkeit. Ein schrittweises Vorgehen, das den individuellen Reifegrad berücksichtigt und alle Dimensionen harmonisch verbindet, ist entscheidend. Abschließend werden fünf praxisorientierte Empfehlungen formuliert, die Unternehmen bei der systematischen Umsetzung und nachhaltigen Verankerung skill-basierter Ansätze unterstützen.
Weiterführende Informationen und Kontakt
Die vollständige Studie steht kostenfrei zum Download bereit unter:
https://www.ey.com/de_de/insights/workforce/warum-skills-wichtiger-sind-als-jobprofile
Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
- Prof. Dr. Nils Urbach
Fraunhofer FIT
E-Mail: nils.urbach@fit.fraunhofer.de - Alessa Münch
EY Consulting GmbH
E-Mail: alessa.muench@de.ey.com




















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Der Ansatz der Skill-basierten Organisation ist zukunftsweisend. Er fördert Flexibilität und Innovationskraft, indem er die tatsächlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt rückt.
Die Studie beleuchtet wichtige Trends, doch der Erfolg einer skill-basierten Organisation hängt stark von der tatsächlichen Umsetzung ab. Theorie allein reicht nicht; Kulturveränderung ist entscheidend.