Selbstgeschenke in Deutschland: Durchschnittliche Ausgaben und Präferenzen
Viele Menschen in Deutschland gönnen sich selbst Geschenke, sei es zum Geburtstag, nach einem Erfolg oder als Erinnerung an besondere Momente. Laut der Sommerumfrage 2026 der FOM Hochschule geben sie dafür im Schnitt 1.993 Euro jährlich aus. Besonders gefragt sind dabei Kleidung, Reisen und kulinarische Genüsse.
Ausgaben nach Altersgruppen und Geschlecht
Die Studie basiert auf über 1.600 Befragungen und zeigt, dass die Generation Y (29 bis 44 Jahre) mit durchschnittlich 2.400 Euro die höchsten Ausgaben für Selbstgeschenke tätigt. Die Generation X (45 bis 60 Jahre) folgt mit 1.998 Euro, die Babyboomer (61 bis 79 Jahre) geben 1.862 Euro aus, während die Generation Z (18 bis 28 Jahre) mit 1.734 Euro am wenigsten investiert. Männer liegen mit 2.282 Euro über dem Durchschnitt, Frauen geben durchschnittlich 1.735 Euro aus.
Beliebte Kategorien und durchschnittliche Ausgaben
- Kleidung, Schuhe und Accessoires werden von 47 % der Befragten bevorzugt.
- Reisen und Freizeitaktivitäten wie Konzerte folgen mit 40 %.
- Essens- und Feinkostkäufe machen 37 % aus.
- Kosmetika und Parfums werden von 31 % gewählt.
- Elektronische Geräte liegen bei 25 % der Selbstgeschenke.
Die teuersten Selbstgeschenke sind Fahrzeuge, Fahrzeugteile und Zubehör mit durchschnittlichen Ausgaben von 2.393 Euro. Reisen und Freizeitaktivitäten kosten im Durchschnitt 1.508 Euro, elektronische Geräte 739 Euro, Schmuck und Uhren 670 Euro sowie Sportartikel 549 Euro.
Motivation hinter Selbstgeschenken
Häufig dienen Selbstgeschenke dazu, besondere Erinnerungen zu bewahren. 43 % der Befragten geben an, dass dieser Beweggrund für sie wichtig ist. Ebenso bedeutend ist die Freude am Einkaufen und Genießen. Prof. Dr. Oliver Gansser, wissenschaftlicher Leiter der Studie, betont, dass Selbstgeschenke oft mehr als spontane Käufe sind und eine persönliche Bedeutung besitzen. Insgesamt sind 84 % der Befragten mit ihren Selbstgeschenken zufrieden.
Einfluss von Social Media und finanzielle Aspekte
Jüngere Personen orientieren sich stärker an sozialen Medien bei der Kaufentscheidung: 41 % der Generation Z nutzen diese Plattformen, während es bei den Babyboomern nur 9 % sind. Nutzer sozialer Medien geben durchschnittlich 2.157 Euro aus, zeigen jedoch auch häufiger Kaufreue. Prof. Gansser weist darauf hin, dass die Studie Zusammenhänge, aber keine Ursachen belegt.
Die finanzielle Situation beeinflusst ebenfalls die Zufriedenheit mit Selbstgeschenken. Personen mit finanziellen Sorgen geben im Durchschnitt nur 1.186 Euro aus und hinterfragen ihre Käufe häufiger. Die Zufriedenheit sinkt in dieser Gruppe auf 64 %, während 31 % den Kauf bereuen.
Methodik der Studie
Die Sommerumfrage 2026 wurde im Juni 2026 unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser am ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule durchgeführt. Die Erhebung erfolgte mittels eines standardisierten Online-Fragebogens. Um Verzerrungen zu vermeiden, wurden extrem hohe Ausgabenwerte aus der Analyse ausgeschlossen. Insgesamt nahmen 1.636 Personen teil. Als Selbstgeschenke wurden bewusst für die eigene Person erworbene Gegenstände, Erlebnisse oder Dienstleistungen mit besonderer persönlicher Bedeutung definiert. Notwendige Alltagskäufe wurden nicht berücksichtigt. Die Stichprobe wurde nach Alter und Geschlecht quotiert.
Kontakt und weiterführende Informationen
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Oliver Gansser
Leiter der FOM Weihnachtsumfrage
Telefon: 089 20245-223
E-Mail: oliver.gansser@fom.de
Weitere Informationen:
https://www.fom.de/forschung.html




















.jpg?w=750&resize=750,450&ssl=1)