Niedrige Geburtenrate in Deutschland: Einfluss von Zukunftsängsten auf den Kinderwunsch
Die Geburtenrate in Deutschland und Europa befindet sich auf einem historischen Tiefstand, obwohl der Wunsch nach eigenen Kindern bei jungen Erwachsenen weiterhin stark ausgeprägt ist. Zwischen der gewünschten und der tatsächlich realisierten Kinderzahl besteht eine erhebliche Diskrepanz, die als „Fertility Gap“ bezeichnet wird. Aktuelle Daten des familiendemografischen Panels FReDA zeigen, dass dieser Unterschied inzwischen bei 0,9 Kindern liegt. Das bedeutet, dass Frauen und Männer im Durchschnitt fast ein Kind weniger bekommen, als sie sich idealerweise wünschen.
Ursachen und Einflussfaktoren
Der jüngst veröffentlichte Policy Brief des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) analysiert die Gründe für die häufig unerfüllten Kinderwünsche. Dabei werden insbesondere folgende Fragestellungen untersucht:
- Welche Rolle spielen globale Krisen und Zukunftsängste bei der Familienplanung?
- Wie wirken sich regionale Lebensbedingungen wie Wohnraum, wirtschaftliche Perspektiven und Infrastruktur auf die Entscheidung zur Familiengründung aus?
Der Policy Brief bietet umfassende Erkenntnisse zu diesen Themen und gibt Einblicke in die komplexen Zusammenhänge, die die Geburtenrate beeinflussen.
Einladung zum Pressegespräch
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung lädt zu einer Videokonferenz ein, in der die Ergebnisse des Policy Briefs vorgestellt und diskutiert werden:
- Datum: Mittwoch, 2. September 2026
- Uhrzeit: 10:00 Uhr
- Ort: Online via Videokonferenz
Anmeldungen sind per E-Mail an presse@bib.bund.de zu richten.
Als Referenten stehen zur Verfügung:
- Prof. Dr. Martin Bujard, stellvertretender Direktor des BiB
- Dr. Miriam Trübner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BiB
Kontakt für Rückfragen
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
- Prof. Dr. Martin Bujard: Martin.Bujard@bib.bund.de
- Dr. Miriam Trübner: Miriam.Truebner@bib.bund.de




















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