Immobilienkaufvolumen in Deutschland 2025: 198 Milliarden Euro im Wohnimmobilienbereich
Der deutsche Immobilienmarkt erholte sich 2025 nach dem Rückgang infolge der Zinswende deutlich. Sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch die Preise für Wohnimmobilien verzeichneten einen Anstieg. Dennoch bestehen weiterhin deutliche regionale Preisunterschiede. Diese Erkenntnisse basieren auf aktuellen Daten des Arbeitskreises der Oberen Gutachterausschüsse (AK OGA).
Marktentwicklung und Umsatz
- Im Jahr 2025 wurden bundesweit etwa 872.000 Immobilienkaufverträge abgeschlossen, was einer Steigerung von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
- Der Gesamtumsatz, also die Summe der gezahlten Kaufpreise, erhöhte sich um 13 Prozent auf 278 Milliarden Euro und verzeichnete damit das zweite Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum.
- Der Wohnimmobilienmarkt dominierte den Gesamtmarkt mit einem Investitionsvolumen von rund 198 Milliarden Euro, was über 70 Prozent des gesamten Immobilienumsatzes ausmacht.
Preisentwicklung in den Wohnsegmenten
Die Preise für Wohnimmobilien stiegen in den meisten Segmenten wieder an:
- Gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften im mittleren Preissegment verteuerten sich um etwa 4 Prozent auf durchschnittlich 2.470 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
- Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern fiel der Preisanstieg mit unter 1 Prozent auf 2.420 Euro pro Quadratmeter moderater aus.
- Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten im Durchschnitt 2.390 Euro pro Quadratmeter, während Neubauwohnungen mit 4.460 Euro pro Quadratmeter deutlich teurer waren.
Markt für Wohnbaugrundstücke
- Die Verkaufszahlen für Baugrundstücke von Ein- und Zweifamilienhäusern stiegen um 8 Prozent auf 50.100 Einheiten.
- Der Umsatz im Segment der Baugrundstücke erhöhte sich um 11 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro und wuchs damit stärker als die Anzahl der Verkäufe.
- Auch bei Grundstücken für Mehrfamilienhäuser wurde ein Anstieg der Verkaufszahlen um 12 Prozent auf 2.900 registriert.
Andreas Teuber, Vorsitzender des AK OGA, betont, dass die Kaufsummen für Baugrundstücke vielerorts ein Niveau erreicht haben, das den Wohnungsneubau in stark nachgefragten Regionen erheblich erschwert.
Regionale Preisunterschiede
Die Analyse zeigt signifikante regionale Disparitäten bei den Immobilienpreisen:
- In München betrugen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser 8.650 Euro.
- Weitere hohe Preise wurden in Frankfurt am Main (5.240 Euro), Stuttgart (5.210 Euro) und Hamburg (4.780 Euro) verzeichnet.
- Demgegenüber lagen die Preise in strukturschwächeren Regionen deutlich niedriger, beispielsweise im Kyffhäuserkreis bei 570 Euro, im Landkreis Mansfeld-Südharz bei 700 Euro und im Salzlandkreis bei 880 Euro pro Quadratmeter.
Außerhalb der Metropolen existieren ebenfalls hohe Preisniveaus. So überschritten in Bayern elf Städte und Landkreise die Preise von Hamburg für Ein- und Zweifamilienhäuser, darunter auch ländlich geprägte Regionen in der Nähe der Alpen.
Bei gebrauchten Eigentumswohnungen variierten die Preise von etwa 7.600 Euro pro Quadratmeter in München bis unter 1.000 Euro in mehreren ostdeutschen Landkreisen.
Christoph Zander vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) unterstreicht, dass ein einheitlicher Immobilienmarkt in Deutschland weiterhin nicht besteht. Die Preisniveaus und Marktdynamiken unterscheiden sich regional stark. Hohe Preise sind nicht mehr ausschließlich auf Metropolen beschränkt, sondern finden sich auch in Umlandkreisen und touristisch attraktiven Gebieten, während strukturschwache Regionen weiterhin niedrigere Preisniveaus aufweisen.
Datengrundlage und weiterführende Informationen
Die Auswertung basiert auf allen bundesweit notariell beurkundeten Kaufverträgen für Wohn-, Wirtschafts-, Landwirtschafts-, Forst- und sonstige Immobilien. Die detaillierten Ergebnisse sind im Immobilienmarkt-Dashboard des AK OGA und BBSR verfügbar.
Kontakt
- AK OGA, Vorsitzender:
Andreas Teuber
c/o Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen
Wilhelm-Geiler-Straße 11, 26655 Westerstede
Tel.: 04488 7632432 oder 0152 323753745
E-Mail: andreas.teuber@lgln.niedersachsen.de - BBSR, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Christian Schlag
Deichmanns Aue 31–37, 53113 Bonn
Tel.: 0228 99401-1484
E-Mail: christian.schlag@bbr.bund.de




















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