DZHW startet umfassende Nacaps-Studie zur Untersuchung von Promotionsbedingungen und Karrierewegen für 30.000 Promovierende in Deutschland.

DZHW startet umfassende Nacaps-Studie zur Untersuchung von Promotionsbedingungen und Karrierewegen für 30.000 Promovierende in Deutschland.

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hat Mitte April die nächste Phase der National Academics Panel Study (Nacaps) gestartet, die sich auf die Untersuchung von Promotionsbedingungen und den Werdegängen in der Wissenschaft konzentriert. Diese umfassende Längsschnittstudie ist die größte ihrer Art in Deutschland und zielt darauf ab, wertvolle Einblicke in die Erfahrungen von Promovierenden und den Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, zu gewinnen.

In dieser aktuellen Befragungsrunde wurden etwa 30.000 Personen, die entweder aktuell promovieren oder in der Vergangenheit promoviert haben, aus verschiedenen Regionen Deutschlands eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Diese große Teilnehmerzahl ist entscheidend, um repräsentative und verlässliche Daten zu erhalten, die dazu beitragen können, die Situation von Doktorandinnen und Doktoranden in Deutschland umfassend zu verstehen.

Die Nacaps-Studie hat sich in den vergangenen Jahren als unverzichtbares Instrument etabliert, um die Rahmenbedingungen für die Promotion und die Entwicklung wissenschaftlicher Karrieren zu analysieren. Sie bietet nicht nur Einblicke in die individuellen Karriereverläufe der Promovierenden, sondern untersucht auch die institutionellen Gegebenheiten und die Unterstützung, die ihnen während ihrer Promotion zuteil wird. Die gesammelten Daten sind von großer Bedeutung für Hochschulen, politische Entscheidungsträger und wissenschaftliche Institutionen, da sie helfen, die Promotionslandschaft in Deutschland zu gestalten und zu verbessern.

Die Befragung wird bis zum 12. Juni 2026 durchgeführt, was den Teilnehmenden ausreichend Zeit gibt, ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Die Forscher des DZHW sind besonders daran interessiert, wie sich die Promotionsbedingungen im Laufe der Zeit entwickelt haben und welche Faktoren die Karrierewege von Doktorandinnen und Doktoranden beeinflussen. Dazu zählen sowohl persönliche als auch berufliche Herausforderungen, die während der Promotion auftreten können.

Ein zentrales Anliegen der Studie ist es, die unterschiedlichen Erfahrungen von Promovierenden aus verschiedenen Fachrichtungen und Institutionen zu erfassen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse der Nacaps-Studie dabei helfen, ein differenziertes Bild der Promotionslandschaft in Deutschland zu zeichnen. Insbesondere soll untersucht werden, wie sich die Rahmenbedingungen in den einzelnen Disziplinen und Hochschulen unterscheiden und welchen Einfluss diese Unterschiede auf die Karrierechancen der Promovierenden haben.

Ein weiterer Aspekt, den die Studie beleuchtet, ist die Vereinbarkeit von Promotion und weiteren Lebensbereichen, wie zum Beispiel Familie und Beruf. Die Herausforderungen, die sich hieraus ergeben, sind für viele Promovierende von großer Bedeutung und können weitreichende Auswirkungen auf ihre wissenschaftlichen Karrieren haben. Die Nacaps-Studie wird daher auch die Frage untersuchen, inwieweit Unterstützungsangebote seitens der Hochschulen existieren und wie effektiv diese sind.

Die Ergebnisse der Nacaps-Studie können dazu beitragen, die Promotionsbedingungen in Deutschland zu verbessern und gezielte Maßnahmen zu entwickeln, die den Promovierenden zugutekommen. Durch die Analyse der gesammelten Daten werden Hochschulen und Entscheidungsträger in die Lage versetzt, auf die Bedürfnisse der Promovierenden besser einzugehen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um die wissenschaftliche Karriere für alle Beteiligten zu fördern.

Insgesamt leistet die Nacaps-Studie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Promotionslandschaft in Deutschland. Die umfassende Erhebung von Daten und die detaillierte Analyse der Ergebnisse tragen dazu bei, die Herausforderungen und Chancen, die mit einer Promotion verbunden sind, besser zu verstehen. Dadurch können nicht nur die Bedingungen für die gegenwärtigen Promovierenden verbessert werden, sondern es wird auch eine Grundlage für zukünftige Reformen im Bereich der wissenschaftlichen Ausbildung geschaffen. Die Teilnahme an dieser Studie ist somit nicht nur für die aktuellen Promovierenden von Bedeutung, sondern auch für die zukünftigen Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Deutschland.