Künstliche Intelligenz und digitale Kommunikation als Schlüssel zum Kapitalmarkt-Erfolg: Fresenius SE & Co. triumphiert im Wettbewerb 2026.

Künstliche Intelligenz und digitale Kommunikation als Schlüssel zum Kapitalmarkt-Erfolg: Fresenius SE & Co. triumphiert im Wettbewerb 2026.

Künstliche Intelligenz als Wettbewerbsvorteil am Kapitalmarkt

Im Jahr 2026 gewinnen digitale Kommunikation und der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zunehmend an Bedeutung als entscheidende Faktoren zur Differenzierung am Kapitalmarkt. Unternehmen, die diese Aspekte effektiv nutzen, stärken ihr Vertrauen bei Investoren. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des Kapitalmarktwettbewerbs „Investors’ Darling“, bei dem Fresenius SE & Co. KGaA als Gesamtsieger hervorgeht und sich knapp vor dem Vorjahressieger Deutsche Telekom AG positioniert. Die Studie wird zum 13. Mal von der HHL Leipzig Graduate School of Management, dem manager magazin und dem Bankhaus Berenberg durchgeführt.

Digitale Kommunikation als Schwachstelle im Markt

Die Analyse offenbart, dass die durchschnittliche Bewertung der digitalen Kommunikation bei lediglich 48 Prozent liegt, was die größte Schwachstelle unter den 160 untersuchten Unternehmen darstellt. Nur drei Unternehmen erreichen Werte über 80 Prozent. Branchenführer setzen auf interaktive Geschäftsberichte, multimediale Formate und die Einbindung sozialer Medien, während viele Unternehmen im Mittelfeld hauptsächlich statische Dokumente bereitstellen. Erstmals wurden auch Kriterien zur proaktiven Nutzung von KI berücksichtigt, beispielsweise KI-gestützte Kommunikation auf LinkedIn und KI-Anwendungen in der Berichterstattung.

Ergebnisse des Wettbewerbs 2026

  • Fresenius SE & Co. KGaA überzeugt durch eine Digital Communication Bewertung von 86,25 Prozent und erzielt mit 94 Prozent die beste Bewertung im Bereich Interim Reporting, was maßgeblich zum Gesamtsieg beiträgt.
  • Deutsche Telekom AG belegt den zweiten Platz und überzeugt weiterhin mit dem stärksten Geschäftsbericht des Wettbewerbs (93 Prozent).
  • BASF SE erreicht mit 87,50 Prozent erneut den Spitzenwert in der digitalen Kommunikation und sichert sich den dritten Rang.
  • thyssenkrupp AG verzeichnet die größte Verbesserung des Jahres, steigert seinen RIC-Score um über 16 Prozentpunkte auf 73,56 Prozent und verbessert sich um 71 Plätze auf Rang 6. Besonders die IR-Präsentationen tragen zu diesem Erfolg bei, wodurch thyssenkrupp den Indexsieg im MDAX erringt.
  • Im SDAX führt die SAF-HOLLAND SE dank eines starken Geschäftsberichts und überzeugender IR-Präsentationen.

Unterschiede in der Kapitalmarktkommunikation

Prof. Dr. Henning Zülch, Leiter der Studie und Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung und Kapitalmarktkommunikation an der HHL, erläutert: „Die Mehrheit der Unternehmen erfüllt die Anforderungen im klassischen Reporting solide. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil entsteht jedoch durch innovative digitale Aufbereitung und den proaktiven Dialog mit Investoren. Künstliche Intelligenz ermöglicht hier erhebliche Effizienzsteigerungen. Die Spitzenunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie entsprechende Kapazitäten zur Umsetzung aufgebaut haben.“

Weiterentwicklung des Wettbewerbs „Investors’ Darling“

Im Jahr 2026 wurden die Bewertungskriterien angepasst: Die digitale Kommunikation wird nun mit 20 Prozent gewichtet, während die externe Investorenbefragung auf 15 Prozent reduziert wurde. Zudem fließen erstmals Kriterien zur aktiven Nutzung von KI in die Bewertung ein, etwa KI-gestützte Kommunikation auf LinkedIn und der Einsatz von KI in der Berichterstattung. Unternehmen, die in diesen Bereichen investieren, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil hinsichtlich Vertrauen und Sichtbarkeit. Darüber hinaus wurde der Nachhaltigkeitsbereich neu ausgerichtet: Statt formaler Standardabfragen stehen nun die operative Umsetzung und Steuerung im Fokus.

Über den Kapitalmarktwettbewerb „Investors’ Darling“

Seit 2013 analysiert die HHL Leipzig Graduate School of Management unter der Leitung von Prof. Dr. Henning Zülch gemeinsam mit dem manager magazin und Berenberg jährlich die Kapitalmarktkommunikation der 160 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands aus DAX, MDAX und SDAX. Die Untersuchung berücksichtigt aktuelle Marktentwicklungen, identifiziert Trends und bewertet die Bereiche Reporting (Qualität von Geschäfts- und Zwischenberichten), Investor Relations (direkter Dialog mit Investoren, etwa über Präsentationen und digitale Kanäle) sowie Capital Markets (Marktwahrnehmung und Kursentwicklung).

Weitere Informationen finden Sie unter https://kapitalmarkt-forschung.info/.

Zur HHL Leipzig Graduate School of Management

Die HHL ist eine universitäre Business School mit Promotions- und Habilitationsrecht und zählt laut Financial Times zu den führenden internationalen Wirtschaftshochschulen. Sie erzielt weltweit Spitzenplätze in den Bereichen Karriereberatung, Alumni-Netzwerk und Gehaltsentwicklung nach dem Abschluss. Die älteste betriebswirtschaftliche Hochschule Deutschlands hat das Ziel, unternehmerisch denkende und verantwortungsbewusste Führungskräfte auszubilden. Die HHL zeichnet sich durch exzellente Lehre, forschungsorientierte Ansätze und praxisnahen Wissenstransfer aus. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat die HHL 2025 zum siebten Mal in Folge als führende Gründerhochschule Deutschlands ausgezeichnet. In den letzten 30 Jahren gingen aus der HHL über 530 Unternehmensgründungen mit mehr als 30.000 Beschäftigten hervor. Die HHL ist die erste deutsche private Business School mit der international anerkannten AACSB-Akkreditierung, die sie bereits fünfmal erfolgreich verteidigt hat.

Weitere Informationen zur HHL unter https://www.hhl.de/de/die-hhl/.

Schreibe einen Kommentar