RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Stabiler Welthandel im August mit deutlichem Wachstum in Nordeuropa
Im August blieb der weltweite Containerumschlag im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert. Trotz anhaltender Spannungen im Persischen Golf und zusätzlicher Risiken für die Schifffahrt im Roten Meer zeigt sich der internationale Handel widerstandsfähig. Besonders in den Häfen Nordeuropas wurde ein signifikanter Anstieg verzeichnet.
Entwicklung des Containerumschlag-Index
Der vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ermittelte Containerumschlag-Index stieg im August leicht von 141,8 auf 141,9 Punkte. Diese geringe Veränderung unterstreicht die Stabilität des globalen Handels.
Regionale Unterschiede im Containerumschlag
Die Entwicklung des Containerumschlags variiert jedoch deutlich zwischen den einzelnen Weltregionen:
- Nordrange-Region: Der Index, der als Frühindikator für die wirtschaftliche Lage im nördlichen Euroraum gilt, erhöhte sich deutlich von 120,5 auf 123,9 Punkte.
- Chinesische Häfen: Der Containerumschlag verharrte auf einem stabilen Niveau von 155,8 Punkten.
Implikationen für die deutsche Exportwirtschaft
Torsten Schmidt, Konjunkturchef des RWI, kommentiert die Entwicklung: „Der deutliche Anstieg des Containerumschlags in den nordeuropäischen Häfen trotz bestehender Belastungen für den Welthandel und der durch Niedrigwasser am Rhein erschwerten Exportbedingungen deutet darauf hin, dass die deutsche Exportwirtschaft die aktuellen Unsicherheiten und komplexeren Planungsanforderungen effektiv bewältigt.“
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Prof. Dr. Torsten Schmidt
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