Entwicklung der Fleisch-, Milch- und Aquakulturproduktion in Deutschland 2025
Im Jahr 2025 erreichte die Fleischproduktion in deutschen Betrieben mit etwa 7,3 Millionen Tonnen nahezu das Vorjahresniveau. Auch die Milchproduktion blieb mit rund 34 Millionen Tonnen stabil, womit Deutschland weiterhin der führende Milchproduzent innerhalb der Europäischen Union ist. Die Aquakulturproduktion lag mit circa 35.000 Tonnen ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Fischernte weiter rückläufig war.
Aktuelle Daten zur Tierhaltung
Die jährlich vom Thünen-Institut veröffentlichten Steckbriefe zur Tierhaltung bieten umfassende Informationen zu Produktion, Verbrauch und Exporten in Deutschland. Die neuesten Zahlen basieren auf Daten bis 2025 beziehungsweise teilweise bis 2026 und dienen als Grundlage für fachliche Diskussionen sowie politische Entscheidungen zur Zukunft der Nutztierhaltung.
Fleischproduktion und Verbrauch im Überblick
- Die Schweinefleischproduktion stellt mit knapp 60 % den größten Anteil der Fleischproduktion dar und bleibt auch beim Verbrauch mit 47 % führend.
- Schweinefleisch ist mit einem Exportanteil von 52 % das wichtigste deutsche Fleisch-Exportgut.
- Beim Import liegt Schweinefleisch mit 28 % knapp hinter Geflügelfleisch (33 %).
- Nach mehreren Jahren rückläufiger Tendenz stieg der Gesamtfleischverbrauch in Deutschland 2024 und 2025 erstmals wieder an und erreichte 2025 etwa 76 Kilogramm pro Kopf.
- Der tatsächliche Verzehr (ohne Knochen, Tierfutter und industrielle Nutzung) lag bei 55 Kilogramm pro Kopf.
- Der Anstieg des Verbrauchs ist vor allem auf Geflügel- und Rindfleisch zurückzuführen, während auch Fisch und Meeresfrüchte wieder beliebter wurden.
- Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Konsum im Jahr 2025 um 13 %.
Strukturwandel in der Nutztierhaltung
Der seit Jahrzehnten beobachtete Strukturwandel setzte sich 2025 fort: Die Zahl der Betriebe nahm ab, während die durchschnittlichen Bestände pro Betrieb zunahmen. Eine Ausnahme bildet die Legehennenhaltung, in der sowohl die Anzahl der Betriebe stieg als auch die durchschnittlichen Bestände zurückgingen. Dies ist auf die verstärkte Nutzung von Freilandhaltung und ökologischer Erzeugung zurückzuführen, die durch kleinere Bestände gekennzeichnet sind.
Im Bereich der Aquakultur wurde der Konzentrationsprozess weiter vorangetrieben, insbesondere im Salmonidensektor. Seit 2015 verringerte sich die Anzahl der Betriebe um etwa 47 %, während das Produktionsvolumen nur um circa 9 % zurückging. Die Miesmuschelproduktion verzeichnete hingegen eine Zunahme von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Kontakt und weiterführende Informationen
Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Claus Deblitz
Thünen-Institut für Betriebswirtschaft
claus.deblitz@thuenen.de
Originalpublikation:
Dossier Nutztierhaltung und Fleischproduktion
Weitere Informationen:
Dossier Haltungsverfahren in Deutschland – konventionelle und ökologische Tierhaltung
Bildmaterial
Bildbeschreibung: Schweinestall mit überdachter Außenanlage.
Quelle: Thünen-Institut / Claus Deblitz

















